Schamanen sind das Bindeglied
zwischen dieser und der Welt der Geister in der Glaubensrichtung des Schamanismus, die überwiegend im asiatischen Raum verbreitet ist. Der Schamane verfügt über besondere Talente, z.B. die
Kommunikation und Interaktion mit Geistern, das Versetzen in einen Trance- oder Ekstasezustand oder die Seelenreise. Zudem unterstützt er die Gemeinde mit seiner Heilkunde, Ritualen,
Totenbestattung, der Abwehr böser Geister, Vorhersage des Wetters, Aufspüren von Jagdwild und Traumdeutung. Zudem fällt dem Schamanen die Aufgabe der sozialen Regulierung und dem Umgang mit
geistig gestörten Menschen zu. Des weiteren ist er Lehrer, Geschichtenerzähler, Sänger und Dichter und Bewahrt so das Wissen und die Gebräuche der Gemeinschaft, in der er lebt.
Die verschiedenen Tätigkeiten übt der Schamane mit Hilfe einiger niederer Geister, die in Tiergestalt auftreten, aus. Auch das Anrufen dieser Hilfsgeister bedarf bestimmter Rituale, bei der sich
der Schamane oftmals selbst als Tier verkleidet. Neben bestimmten Beschwörungsformeln spielen bei den Ritualen auch Trommeln, Tabakrauch und Amulette eine bedeutende Rolle.
Auch die "Schwitzhütte" ist ein typischer Bestandteil schamanischer Rituale, besonders wenn es um den Trancezustand oder die Seelenreise geht.
Der Begriff Schamane leitet sich aus dem tungisischen saman (der Wissende ab). Zum Schamanen kann man zudem nur werden, indem andere Schamanen die Begabung in dem Menschen sehen und ihn dazu
"berufen".
Michelangelo Buonarroti: Die
Erschaffung Adams